Netzhaut/
Makula

Auge
Auge

Die Netzhaut (Retina) liegt im hinteren Teil des Auges und ist für die Umwandlung von Licht in Nervenimpulse verantwortlich. Sie enthält hochspezialisierte lichtempfindliche Zellen, sogenannte Photorezeptoren. Diese werden durch einfallendes Licht aktiviert und leiten die entstehenden Signale über den Sehnerv an das Gehirn weiter. Erst durch diese Verarbeitung entsteht das Bild, das wir bewusst wahrnehmen.

Im Zentrum der Netzhaut befindet sich die Makula, auch „gelber Fleck“ genannt. Hier ist die Dichte der Sehzellen besonders hoch. Die Makula ist der Bereich des schärfsten Sehens und ermöglicht uns, Details zu erkennen – etwa beim Lesen, Autofahren oder Erkennen von Gesichtern.

Erkrankungen der Netzhaut oder speziell der Makula können daher erhebliche Auswirkungen auf das Sehvermögen haben. Ist die Makula stark geschädigt oder zerstört, kann das Sehvermögen auf unter 20 Prozent absinken. Eine frühzeitige Diagnostik und gezielte Behandlung sind daher entscheidend, um die Sehfunktion möglichst lange zu erhalten.


Krankheitsbilder

Verschiedene Erkrankungen wie die Netzhautablösung, das Makulaödem oder Glaskörperblutungen können das Sehvermögen beeinträchtigen. Auf den folgenden Seiten finden Sie detaillierte Informationen zu den einzelnen Krankheitsbildern, ihren Symptomen und den modernen Behandlungsmöglichkeiten.

Netzhautablösung

Eine Netzhautablösung entsteht, wenn sich die lichtempfindliche Schicht im Auge von ihrer Unterlage löst.

Glaskörperblutung

Bei einer Glaskörperblutung tritt Blut in den normalerweise klaren Glaskörperraum des Auges ein.

Altersbedingte Makula­degeneration

Die AMD betrifft die Makula, die Stelle des schärfsten Sehens.

Subretinale Blutung

Hierbei sammelt sich Blut unter der Netzhaut, meist im Bereich der Makula.

Makulaödem

Ein Makulaödem ist eine Schwellung der Netzhautmitte durch Flüssigkeitsansammlung.

Epiretinale Gliose

Bei einer epiretinalen Gliose bildet sich eine dünne Membran auf der Makula.

Makulaforamen

Ein Makulaforamen ist ein kleines Loch in der Netzhautmitte.